Festbrennstoffe

... Energie, die nachwächst

Heizen mit Holz

... ist umweltverträglich und auch wirtschaftlich für den Verbraucher sehr interessant, denn Holz ist der einzige Brennstoff, der nachwächst und CO²-neutral verbrennt. Bei der Verbrennung wird nur so viel CO² freigesetzt, wie der Baum in seinem Leben aufgenommen hat.


Der Holzvorrat allein in Deutschland liegt bei über 3,7 Milliarden Kubikmeter, jährlich wachsen mehr als 120 Millionen Kubikmeter nach, während nur 98,5 Millionen Kubikmeter verbraucht werden. Man braucht sich also keine Sorgen darüber machen, ob Heizen mit Holz unsere Wälder zerstört.


  • Wer also mit Holz heizt, heizt nachhaltig im Kreislauf der Natur, sprich CO₂-neutral.


Allein in deutschen Privathaushalten werden schon heute knapp 20 Millionen Tonnen CO₂ eingespart. Das entspricht in etwa der Menge, die 1 Million Autos mit je 100.000 Kilometer Fahrleistung ausstoßen.


10 Vorteile für Sie, mit Holz zu heizen

  • Das bei der Verbrennung freigesetzte Kohlendioxid wird zusammen mit Sonnenenergie für den Aufbau neuer Biomasse verwendet.

  • Holz ist bei nachhaltiger Waldnutzung eine sich immer wieder erneuernde Energiequelle.

  • Der Rohstoff Holz ist schon bei seiner Entstehung im Wald Teil eines Ökosystems, das uns Schutz und Wohlfahrt bietet.

  • Die Verwendung von Brennholz beansprucht vom Wald nur jene Sortimente, die sonst keiner anderen Verwendung zugeführt werden können.

  • Die Ernte und Aufbereitung des Holzes ist einfach und mit geringem Energieaufwand verbunden.

  • Die Transportwege sind kurz und ohne Umweltgefährdung.

  • Die Lagerung von Brennholz ist problemlos.

  • Die Aufbereitung und Verwendung von Brennholz liefert einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung.

  • Die Verwendung von Holz verbessert das Verständnis von Natur und Umwelt.

  • Moderne Heizanlagen, die fachmännisch bedient und betreut werden, halten bei objektiver Betrachtung jedem Vergleich stand.

Arten der Holzverbrennung

Durch unsere Partnerschaft mit HDG Bavaria können wir Ihnen einen Heizkessel liefern, der besonders komfortabel alles aus Ihrem Holz herausholen kann.


Wir als Spezialisten holen mit unserem Knowhow die maximale Effizienz aus Ihrer Anlage heraus. So genießen Sie maximalen Komfort bei minimalem Aufwand ohne häufiges händisches Eingreifen.


Man unterscheidet generell drei Arten der Holzverbrennung:

Scheitholzkessel

Wenn von einem Scheitholzkessel gesprochen wird, ist damit ein Holzvergaser-Kessel gemeint, der als Zentralheizung in Ein- und Mehrfamilienhäusern dient oder auch in gewerblichen sowie in holzverarbeitenden Betrieben.


Heutige Scheitholzkessel sind für gespaltene Hölzer als Halbmeterscheitkessel konstruiert. Das macht weniger Arbeit beim Zusägen auf die benötigte Länge nach dem Spalten des Holzes.


Das Nachlegen und Anzünden der Holzscheite geschieht manuell durch den Betreiber oder alternativ mittels elektrischer Zündung.
Das Brennholz muss trocken und in Längsrichtung gespalten sein. Die Holzfeuchte liegt idealerweise bei etwa 12 – 18%, denn Wasser brennt einfach nicht.



Bei der Lagerung ist dringend zu empfehlen, dass das Holz unter einer Bedachung gelagert wird und etwa 20 cm vom Boden entfernt ist. Ansonsten wird von unten durch Bodenkontakt sowie Regen und Schnee Wasser in das Holz einziehen. Das Scheitholz wird dadurch fleckig, feucht oder auch stockig und ist nicht mehr zu gebrauchen.


1.000 Liter Heizöl oder 1000 m³ Erdgas entsprechen der Energie von:
Etwa 5 bis 6 Rm Laubholz (Hartholz)
Etwa 7 bis 8 Rm Nadelholz (Weichholz)

Hackschnitzelkessel

Spricht man von einem Hackschnitzelkessel, ist darunter eine Anlage als Zentralheizung zu verstehen, in der geschredderte Holzreste vollautomatisch verbrannt werden. Diese Holzreste können Abfälle aus der Waldwirtschaft sein oder bei holzverarbeitenden Betrieben wie zum Beispiel Schreinereien oder Zimmereien in der Produktion anfallen.


Die Bandbreite der möglichen Brennstoffe geht von der Späne-Feuerung, über Hackschnitzel zu Energiehölzern wie Pappeln und Weiden sowie auch zum Beispiel Miscanthus oder Holzpellets.


Die Brennstoffzufuhr und das Entzünden des Brennstoffes geschehen vollautomatisch. Die Lagerung erfolgt in einem Bunker, der unmittelbar in der Nähe der Anlage steht. Eine Förderschnecke transportiert das Heizmaterial in den Feuerraum.


Die Befüllung des Bunkers geschieht von außen mit einem Radlader, Frontlader oder ähnlichen Maschinen, die eine Frontschaufel haben. Der Bunker liegt idealerweise an einem trockenen sowie überdachten Ort und ist direkt von außen anzufahren, um mit wenig Aufwand das Brennstofflager mittels Maschinen nachfüllen zu können.


Für die Herstellung von Hackgut sollte das Holz im Winter geschlagen werden und bis in den kommenden Sommer an einem sonnigen und windigen Platz als Polter gelagert werden. Im Frühjahr treibt der Stamm nochmals aus, die Triebe entziehen dem Holz zusätzlich noch Feuchtigkeit und es kann im Sommer gehackt und eingelagert werden. Durch das Ablagern verliert sich auch die Grünmasse des Baumes von selbst.
Niemals nasses Hackgut einlagern. Es kann zu einer Selbstentzündung kommen!


Bei der Lagerung ist dringend zu empfehlen, dass die Hackschnitzel unter einer Bedachung gelagert werden, um eindringende Nässe durch Witterungseinflüsse zu verhindern. Bodenkontakt macht ihnen jedoch weniger aus als bei Scheitholz. Ist eine Lagerung unter einer Bedachung nicht möglich, muss das Hackgut mit einer diffusionsoffenen Abdeckung bedeckt werden. Folien und Planen lassen die Feuchtigkeit nicht heraus und das Hackgut wird nach und nach nass.


Umrechnungsfaktoren:
•    1 Srm Hackschnitzel ≙ 210 bis 250 kg
•    1 kg Hackschnitzel ≙ 3,4 kWh Wärme (20 bis 30 % Wassergehalt)
•    1 rm Holz ≙ 2,0 Srm Hackschnitzel
•    1 fm Holz ≙ 2,8 Srm Hackschnitzel
1.000 Liter Heizöl oder 1000 m³ Erdgas entsprechen der Energie von:
•    Etwa 10 bis 15 Srm Hackschnitzel

Pelletkessel

Im Bunde der Holzverbrennung darf der Pelletkessel natürlich nicht fehlen. Während Scheitholz- und Hackschnitzelfeuerung bereits in den 70-iger und 80-iger Jahren am Markt vertreten waren, kam die Pellet-Feuerung erst Ende der 90-iger Jahre dazu. Ein Pelletkessel ist als Zentralheizung im Gebäude eingebunden und verbrennt vollautomatisch Holzpresslinge.


Ein Pelletkessel ist die ideale Wahl für Kunden, die mit Holz heizen wollen, aber keinen Zugriff auf Hackschnitzel oder Scheitholz haben.


Holzpellets bestehen aus Sägeresten, welche bei der Verarbeitung in der Sägeindustrie anfallen. Aus diesen Resten werden Pellets in regionalen Werken produziert. Es handelt sich um Presslinge mit einem Durchmesser von 6 mm und einer Länge von maximal 40 mm.


Die Brennstoffzufuhr in einen Vorratsbehälter am Kessel erfolgt auch hier vollautomatisch mittels Förderschnecken oder einer Ansaugung. Im Feuerraum werden die Pellets vollautomatisch elektrisch gezündet. Werden die Pellets aus einem Silo angesaugt, kann dieses auch bis zu 25 Meter entfernt sein.

Die Lagerung der Pellets kann in Gewebesilos oder in einem Brennstoffbunker erfolgen. Dies ist von den örtlichen Gegebenheiten und dem jährlichen Brennstoffbedarf abhängig. Pellets müssen trocken gelagert werden. Bei Einfluss durch Feuchtigkeit quellen diese auf wie Popcorn und werden unbrauchbar.


Die Befüllung erfolgt ganz einfach durch den Pellet-Lieferanten per Lkw. In den Bunker werden die Pellets eingeblasen und der Jahresvorrat ist innerhalb kürzester Zeit wieder ganz bequem aufgefüllt.


Umrechnungsfaktoren:
•    650 kg Pellets ≙ 1 m³
•    1 kg Pellets ≙ 4,9 kWh Wärme
1.000 Liter Heizöl oder 1000 m³ Erdgas entsprechen der Energie von:
•    Etwa 2 Tonnen Pellets


Quellen: Teilweise HDG-Bavaria

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